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Die Schwierigkeiten eines eigenen 3D Druckers

Wie bereits in einem vorigen Post angesprochen habe ich mir einen 3D Drucker zugelegt. Nun habe ich die Zeit gefunden eben diesen einmal aufzubauen und einzurichten, bzw. zu konfigurieren.

Was soll ich sagen? – Ich sitze jetzt seit etwa 20 Stunden am Stück an diesem Ding und bisher ist außer Spesen nichts gewesen. Eben aus diesem Grund und weil ich euch meine eigenen Fehler ersparen möchte, möchte ich einfach mal einen kleinen (Zwischen-)Erfahrungsbericht niederschreiben.

Der Aufbau

Ich möchte euch ja nicht direkt mit meinen ersten Sätzen abschrecken, aber nach 11 Stunden war der Bausatz dann nun endlich aufbaut. Kinder bauen mit Lego, Erwachsene eben an ihrem 3D Drucker. Es ist nicht so, als wenn es sonderlich schwierig wäre den Drucker aufzubauen, aber die Anleitung ist nicht gerade die beste und es gibt einfach so viele Kleinteile. So verdammt viel, was man beachten muss. Direkt im ersten Kapitel wird beschrieben, dass wir eine Gewindestange von beiden Seite mit Muttern und Unterlegscheiben bestücken sollen. Nicht dass das schwierig wäre, aber es wird nicht genauer beschrieben, welche der 3 verschiedenen Längen verwendet werden soll. (Nehmt die länge Stange)
Auch nicht, dass man in späteren Schritten die angebrachten Muttern einmal links und einmal rechts der kommenden Querverstrebung anbringen soll/muss. Das war beispielsweise das erste von drei malen, dass ich den Drucker wieder auseinander bauen musste, um meine früheren Fehler zu korrigieren.

Positiv anzumerken ist, dass alle, aber auch wirklich alle, Werkzeuge und Materialien mitgeliefert wurden. Nicht dass wir später noch einmal nach einem Imbusschlüssel in richtiger Größe suchen müssen. Durchsucht erst einmal alle der fast 60 Tüten. Es ist mehr als genug von allem dabei. Übrig blieb vor allen Dingen noch ein riesiger Haufen von Bauteilen. Ich denke für die nächste Reparatur ist vorgesorgt.

Am Besten jedoch habe ich eine ganz besondere Stelle in der Aufbauanleitung gefunden.
Es gibt nämlich ganz bestimmte Taster an Ende jeder Achse, um dem Drucker zu signalisieren „Hey, hier ist Schluss“. Jedenfalls kann es unter Umständen einmal passieren, dass eine der Platten einen dieser Taster nicht erreichen kann. Dafür gibt es ein kleines Plastikstück. Ich habe mich nach diesem blöden Ding dumm und dämlich gesucht. Nach 20 Minuten habe ich dann die nächste Seite aufgeschlagen, auf der ganz  dreist stand „Wenn das kleine Plastikteil nicht dabei ist, dann druck es dir doch einfach. Hier kannst du die die Vorlage herunterladen.“ Wirklich super!

Feinjustiergung

Bevor ihr das Gerät wirklich in Betrieb nehmt müsst ihr Einiges beachten. Hört bitte auf meine Worte, sie können euch viel Ärger ersparen und das ganz unabhängig vom genutzten Gerät.

Das Druckbett (die rote Platte, auf der gedruckt wird) ist mit 4 Schrauben versehen. Diese Schrauben erlauben es uns das Druckbett in der Höhe zu verschieben. Es ist dringend notwendig, dass ihr den Druckkopf so weit wie möglich herunter fahrt (gerne von Hand), so dass er einen halben Millimeter über dem Druckbett schwebt. Nun fahrt den Druckkopf und das Druckbett hin und her, so dass der Druckkopf einmal an jeder der vier Ecken des Druckbettes war. An jeder der Ecken justiert ihr per Hand noch einmal die Schrauben nach, so dass der Druckkopf wirklich immer ganz ganz kurz über dem Druckbett schwebt.

Höhenanpassung des Druckbetts.

Wird beim späteren Druck an falscher Stelle gedruckt ist die Platte zu niedrig.
Wird beim späteren Druck garnicht oder nur sehr wenig gedruckt ist die Platte zu hoch.

Ander gesagt: An jeder der vier Ecken der roten Druckfläche muss der Druckkopf den selben Abstand zur Fläche haben.

Zusätzlich ist es dringend notwenig, dass die Schraube auf der linken Seite den Taster auf der linken Seite genau in dem Moment klicken lässt, an dem ihr auf dem eben justierten Abstand von Druckkopf und Druckbett ist. Andernfalls wird der Druckkopf auf die Glasplatte drücken und eure Ergebnisse sind falsch.

Endstop des 3D Druckers.
Endstop des 3D Druckers.

Melvin

Ich bin 23 Jahre jung und studiere zurzeit Wirtschaftsinformatik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Ich bin ein Mensch, der sich neben der Programmierung noch für tausend andere Dinge interessiert, die mal mehr und mal weniger verrückt sind. Vor allem aber bin ich Feuer und Flamme mit der Programmierung von eigenen kleinen Apps und Programmen, die mein Leben bereichern.

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