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Raspberry Pi Gehäuse aus Aluminium

Für meine späteren Spielereien mit dem Raspberry Pi und Android Things habe ich mir kürzlich ein Gehäuse für den Pi gekauft, dass ausschließlich aus Aluminium besteht. Der Clue  an der ganzen Geschichte ist, dass das Gehäuse selber den Kühlkörper für den Pi darstellt. Innerhalb des Gehäuses sind Aluminiumstreben in Richtung der Chips eingebaut, welche es dann ermöglichen sollen die Wärme des Betriebs als Abwärme an das Gehäuse und damit an die Umgebung abzugeben.

Erst einmal eine tolle Idee, so kann der Pi auch gerne mal übertaktet werden, ohne dass wir Leistungseinbußen oder Schäden befürchten müssen. Zwar ist der Pi an sich schon dafür bekannt, dass wir gar keine Kühlkörper benötigen, aber wenn es dann mal an leistungshungrige Aufgaben geht, dann ist eine gescheite Kühlung auf jeden Fall nicht verkehrt. Noch habe ich keine Erfahrungen mit Android Things und weiß nicht in wie fern der Raspberry Pi 3 dort „heißlaufen“ kann, aber unter Raspbian funktioniert das Konzept mit kleinen Einschränkungen super. Deshalb möchte ich hier noch einmal einen kleineren Erfahrungsbericht niederschreiben. Eigentlich ist das gar nicht so meine Art, aber ein Versuch macht klug 😉

Der Preis

Bestellt habe ich das gute Stück über Amazon. Hier habe ich etwa 9€ bezahlt, aber inzwischen ist der Preis auf 11€ gestiegen. Das erscheint im ersten Moment vielleicht etwas happig, da wir über Amazon auch Gehäuse mit Lüfter für 5€ bekommen, aber wir haben hier einen entscheidenen Vorteil. Das Gehäuse ist geräuschlos und kühlt besser, als einfache aufklebebare Kühlkörper für einen Euro. Außerdem gibt es selbstverständlich immer noch teurere Gehäuse, wie ein „Made in Germany“ Gehäuse, aus Aluminium.

Kühlflächen

Die internen Kühlflächen der günstigeren „Chinavariante“ sind etwas kleiner und damit auch die Leitfähigkeit nach außen geringer, aber sie verrichten ohne Probleme ihre Arbeit. ABER, die Streben reichen NICHT bis ganz auf den Chip. Ich musste ja schon etwas schmunzeln. Da baue ich das Teil zusammen und denke mir „Super, jetzt ist das Teil immer gekühlt“, aber weit gefehlt. Es fehlt nämlich noch der letzte halbe Millimeter, bis auf den Chip. Nachdem ich dann noch einmal darüber nachgedachte habe, denke ich, dass das sogar so gewollt ist. Wir brauchen noch Wärmeleitpaste! Die Paste ist übrigens bei der günstigen Variante nicht mit dabei.

Diese verteilen wir vorsichtig und vor allem in nur sehr geringem Maße auf den internen Aluminiumstäben. Nun legen wir den Pi ein und holen ihn wieder raus. Ist auf dem Chip des Pi nun Leitpaste, dann sind wir Safe. Quillt die Paste auf das grüne Board oder ist der Chip frei von Paste, dann bessern wir nach und wiederholen den Versuch, bis es passt.

Kühlleistung

Eigentlich habe ich nicht viel dazu zu sagen. Selber bin ich mit einer Temperatur von 45 Grad zufrieden. Dagegen stehen etwa 70 Grad bei etwa gleicher Last.

Das Gehäuse

Vielleicht kommen wir einmal zu dem Gehäuse selber. Das ist aus einem Aluminiumguss gefertigt und ist schwarz lackiert. Die Lackierung ist, bis auf eine kleine Stelle auf der Unterseite und an einer der oberen Kanten, sauber verarbeitet. Vielleicht sollte man hier versuchen sich die unlackierte Variante zu besorgen, denn dort läuft man nicht Gefahr, dass sich die Farbe abkratzt oder abblättert. Ansonsten bin ich sowohl mit der Farbe, als auch mit der Form sehr zufrieden.

Es liegt hier keine Aufbauanleitung bei, aber die ist auch nicht nötig. Der Pi muss lediglich leicht schräg eingelegt werden, so dass die seitlichen Anschlüsse als erstes heraus gucken. Anschließend legt man den Deckel auf und verschraubt das Gehäuse mit 4 Schrauben, von denen 2 den Pi an Ort und Stelle halten.

Beigelegt sind noch 4 aufklebebare Gummifüße, für die extra noch Aussparungen vorgesehen sind.

Wer den Pi gerne an der Wand aufhängen möchte, der muss lediglich 2 Schrauben in die Wand bringen. Löcher für eine Anbringung an der Wand sind vorhanden.

Was ich echt super finde ist die Tatsache, dass ein Schlitz gelassen wurde, durch den man die GPIO’s per Kabelerweiterung auch außerhalb des Gehäuses erreichen kann. Genutzt habe ich das GPIO-Kabel aus diesem Paket: GPIO Connector Kit Erst hatte ich ja etwas Angst und Bange, dass der Deckel nicht passen würde, aber mit leichtem Druck auf den Deckel sitzt alles wie angegossen und verrichtet seine Arbeit. Übrigens gibt es auch eine Aussparung für die Kamera des Pi. Mit etwas Frickelarbeit ist bestimmt auch das Flachkabel des Displays nach außen zu bringen.

Fazit

Naja, erst einmal hoffe ich, dass der Artikel nicht ganz in die Hose gegangen ist 😛 und dann gibt es eigentlich nur noch zu erwähnen, dass ich mit diesem Gehäuse einfach mehr als nur zufrieden bin. Der Versandt hat zwar seine 2 Wochen gedauert, aber bei den „Features“ und dem Preis kann man echt nichts sagen. Eine nicht lackierte Version des Gehäuses wäre aber vielleicht dennoch nicht verkehrt.

Melvin

Ich bin 23 Jahre jung und studiere zurzeit Wirtschaftsinformatik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Ich bin ein Mensch, der sich neben der Programmierung noch für tausend andere Dinge interessiert, die mal mehr und mal weniger verrückt sind. Vor allem aber bin ich Feuer und Flamme mit der Programmierung von eigenen kleinen Apps und Programmen, die mein Leben bereichern.

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