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3D Drucker Wasserdicht drucken

Ich hatte mir gedacht vielleicht einmal einen kleinen Blumentopf zu drucken. Verwenden würde ich das Material PLA von Geeetech. Da gibt es nur leider ein Problem, dem man sich vor dem eigentlichen Druck stellen sollte.

Das Objekt muss Wasserdicht sein! Wir wollen am Ende ja nicht unsere Blumen gießen und die Hälfte des Wassers wieder vom Tisch abwischen müssen.

In der Kurzfassung

Druckt mit erhöhter Temperatur und mit erhöhter Fülldichte. Ratsam ist auch den Nozzledurchmesser kleiner einzustellen, als er eigentlich wirklich ist. Das garantiert, dass die Lagen dichter sind, besser in einander überlaufen und etwas „verlaufen“.

Aus diesem Grund habe ich mir ein kleines Testobjekt erstellt. Ein einfacher 2x2x2cm großer Würfel sollte für unsere Tests ausreichen. Das Besondere an diesem Objekt ist aber, dass die Seitenwände verdammt dünn sind. Gelingt es uns also (bei mir 3 Schichten in der Breite) wasserdicht zu bekommen, dann werden wir das auch mit jedem anderen Objekt schaffen.

Genutzt wird eigentlich immer die selbe Einstellung. Die Cura Engine setzt das Modell in G-Code um, mit einer Extruder Temperatur von 190 Grad, einer Heißbetttemperatur von 65 Grad, einem Füllgrad von 30%, einem Nozzledurchmesser von 0,3mm (das ist der richtige Nozzledurchmesser) und jeweils 3 feste Schichten oben und unten. Nach 11 Minuten und 100 Layern war das Objekt fertig. Als Test habe ich dann eine wasserfeste Unterlage und ein Blatt Papier unter das Testobjekt gelegt, welches ich mit Wasser und einem ganz bisschen Tinte gefüllt habe.

Wenn wir annehmen, dass das Testobjekt dicht ist, dann sollte das Blatt Papier sauber bleiben. Bereits nach wenigen Minuten lässt sich erkennen, dass Wassereinschlüsse mit Farbe gefüllt wurden. Auf Dauer wird hier höchstwahrscheinlich Flüssigkeit austreten und sich seinen Weg nach außen bahnen.

 

Um diese Einschlüsse zu verhindern und das Objekt eurer Wahl wirklich wasserdicht zu bekommen rate ich die Fülldichte herauf zu setzen. Wie hoch ihr diese setzt ist dem Objekt geschuldet. Als Faustformel gilt: Je dünner die Wände, desto höher muss die Dichte liegen. Außerdem solltet ihr die Temperatur des Extruders, sowie des Heizbettes, nach oben schrauben. Achtet aber darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch angesetzt ist. Ist der Extruder zu warm eingestellt, dann werden gerade Linien kurvig und die Fäden sehr dünn, weil sie nicht richtig haften.

Wasserdichter 3D Druck. Links undicht. Rechts dicht, durch erhöhte Temperatur und höhere Fülldichte.

Melvin

Ich bin 23 Jahre jung und studiere zurzeit Wirtschaftsinformatik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Ich bin ein Mensch, der sich neben der Programmierung noch für tausend andere Dinge interessiert, die mal mehr und mal weniger verrückt sind. Vor allem aber bin ich Feuer und Flamme mit der Programmierung von eigenen kleinen Apps und Programmen, die mein Leben bereichern.

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